Tiefe Venenthrombose 2026: ICD-10 I80 + TVT
Wenn dein Bein plötzlich anschwillt, sich warm anfühlt und bei Berührung schmerzt, kann eine tiefe Venenthrombose (TVT, ICD-10-Code I80) dahinterstecken. Eine TVT entsteht, wenn sich ein Blutgerinnsel (Thrombus) in einer tiefen Beinvene bildet und den Blutrückfluss blockiert. Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt die Diagnostik und Therapie nach § 27 SGB V.
🚨 Wichtig: Eine TVT kann eine Lungenembolie auslösen, wenn sich das Gerinnsel löst und in die Lunge wandert. Symptome einer Lungenembolie sind plötzliche Atemnot, Brustschmerzen, Herzrasen und Bluthusten. In diesem Fall sofort den Rettungsdienst 112 rufen. Mehr dazu in unserem Schwester-Beitrag Lungenembolie.
Was ist eine tiefe Venenthrombose? (ICD-10 I80)
Die tiefe Venenthrombose (TVT) ist eine Gefäßerkrankung, bei der sich ein Blutgerinnsel in einer tiefen Vene bildet, meist in den Beinen oder im Becken. Die ICD-10-GM-Klassifikation 2026 führt sie unter dem Code I80 („Thrombose, Phlebitis und Thrombophlebitis“). Sub-Codes sind I80.0 (Bein-Becken-Venenthrombose) und I80.1 (Femoralvenenthrombose).
Im Unterschied zur oberflächlichen Venenentzündung (Thrombophlebitis) betrifft die TVT die tiefen Venen direkt unter den Muskeln. Dort sind die Gerinnsel besonders gefährlich, weil sie sich lösen und in die Lunge wandern können.
Die Venenthrombose ist nach dem Herzinfarkt und dem Schlaganfall die dritthäufigste Herz-Kreislauf-Erkrankung in Deutschland. Jedes Jahr erkranken schätzungsweise 80.000 bis 100.000 Menschen neu daran. Besonders häufig sind Menschen über 60, Schwangere und Personen nach Operationen betroffen.
🔗 Passend dazu: Bei einer Lungenembolie ist das Lungenembolie-Symptome-Thema relevant. Wenn du zur Vorbeugung blutverdünnende Medikamente benötigst, hilft unser Schwester-Beitrag zu Vorhofflimmern und Antikoagulation.
Ursachen: die Virchow-Trias
Die drei zentralen Risikofaktoren für eine TVT wurden bereits 1856 vom Arzt Rudolf Virchow beschrieben und gelten bis heute:
1. Verlangsamter Blutfluss (Stase)
Wenn das Blut langsamer fließt, gerinnt es leichter. Typische Auslöser sind langes Sitzen (Flugreisen, Büroarbeit), Bettlägerigkeit, Gipsverbände und Lähmungen.
2. Schädigung der Gefäßwand
Verletzungen, Operationen, Entzündungen oder Katheter können die Innenwand der Venen beschädigen. An den rauen Stellen bleibt das Blut leichter hängen und gerinnt.
3. Erhöhte Gerinnungsneigung (Hyperkoagulabilität)
Bestimmte Erkrankungen (Krebs, erbliche Gerinnungsstörungen, Antiphospholipid-Syndrom) und Medikamente (Antibabypille, Hormonersatztherapie) machen das Blut „dicker“ und gerinnungsfreudiger.
Risikofaktoren im Alltag
Neben den drei Virchow-Faktoren gibt es konkrete Risikosituationen, die eine TVT begünstigen:
- Langes Sitzen: Flugreisen über vier Stunden, lange Autofahrten, Büroarbeit ohne Pausen
- Immobilisation: Gips, Krankenhausaufenthalt, Lähmungen nach Schlaganfall
- Schwangerschaft und Wochenbett: erhöhter Druck auf die Beckenvenen, hormonelle Umstellung
- Orale Kontrazeptiva („Pille“): erhöhen das Gerinnungsrisiko, besonders in Kombination mit Rauchen
- Übergewicht: belastet die Venen zusätzlich
- Rauchen: schädigt die Gefäßwände und verdickt das Blut
- Dehydrierung: dickt das Blut ein und fördert die Gerinnung
- Alter über 60: das Gerinnungsrisiko steigt mit den Jahren
- Krebserkrankungen: Tumore produzieren gerinnungsfördernde Substanzen
Symptome — woran du eine TVT erkennst
Die Symptome einer TVT sind nicht immer eindeutig. Etwa die Hälfte der Betroffenen hat zunächst keine oder nur leichte Beschwerden. Wenn Symptome auftreten, sind sie meist einseitig.
Typische Anzeichen
- Schwellung eines Beins (oder Arms), oft einseitig
- Schwere- und Spannungsgefühl im betroffenen Bein
- Schmerzen beim Stehen oder Gehen, oft in der Wade
- Wärmegefühl: das betroffene Bein fühlt sich wärmer an
- Rötung oder bläuliche Verfärbung der Haut
- Verhärtete, druckempfindliche Vene, die als Strang tastbar ist
- Schmerz bei Dorsalflexion des Fußes (sogenanntes Homans-Zeichen, heute umstritten)
Wann du sofort handeln musst
Eine Lungenembolie kündigt sich durch folgende Symptome an:
- Plötzliche, unerklärliche Atemnot
- Brustschmerzen, die beim Atmen schlimmer werden
- Herzrasen oder schneller Puls
- Bluthusten oder schaumiger Auswurf
- Schwindel, Ohnmacht, Kreislaufkollaps
🚨 Notfall: Wenn du diese Symptome bemerkst, wähle sofort den Rettungsdienst 112. Eine Lungenembolie ist lebensbedrohlich und muss sofort im Krankenhaus behandelt werden.
Diagnose: D-Dimer, Duplex-Sonographie und Phlebographie
Wenn dein Arzt eine TVT vermutet, wird er die Diagnose in mehreren Schritten sichern.
Anamnese und klinische Untersuchung
Dein Arzt fragt nach Risikofaktoren und Symptomen und untersucht beide Beine im Vergleich. Es gibt validierte Scores (Wells-Score), die die Wahrscheinlichkeit einer TVT einschätzen.
D-Dimer-Bluttest
Der D-Dimer-Test misst ein Abbauprodukt von Gerinnseln im Blut. Ein normaler D-Dimer-Wert schließt eine TVT weitgehend aus. Ein erhöhter Wert ist allerdings nicht beweisend, da D-Dimere auch bei Entzündungen, nach Operationen oder in der Schwangerschaft erhöht sein können.
Kompressions-Duplex-Sonographie
Die wichtigste bildgebende Untersuchung ist die Duplex-Sonographie. Der Arzt drückt mit dem Schallkopf auf die Vene — eine gesunde Vene lässt sich zusammendrücken, eine thrombosierte Vene nicht. Zusätzlich sieht er den Blutfluss im Farbmodus.
Phlebographie (Kontrastmittel-Röntgen)
Wenn Duplex-Sonographie und D-Dimer-Test keine klare Diagnose liefern, kommt die Phlebographie zum Einsatz. Ein Kontrastmittel macht die Venen im Röntgenbild sichtbar. Heute wird die Phlebographie nur noch selten durchgeführt.
Therapie: Blutverdünner, Kompression und Bewegung
Die Therapie der TVT hat drei Säulen: Blutverdünner verhindern das Wachsen des Gerinnsels, Kompressionsstrümpfe entlasten die Venen, und Bewegung fördert den Blutfluss.
Antikoagulation (Blutverdünnung)
Du erhältst sofort einen Blutverdünner, um das Gerinnsel am Wachsen zu hindern und einer Lungenembolie vorzubeugen. Heute werden bevorzugt direkte orale Antikoagulanzien (DOAK) wie Apixaban, Rivaroxaban, Edoxaban oder Dabigatran eingesetzt. Diese Medikamente sind genauso wirksam wie die älteren Marcumar/Vitamin-K-Antagonisten, aber einfacher in der Anwendung.
Die Dauer der Blutverdünnung hängt vom Auslöser ab:
| Auslöser | Therapiedauer |
|---|---|
| Einmaliger Auslöser (z. B. OP, Gips) | 3 Monate |
| Erstereignis ohne erkennbaren Auslöser | mindestens 3–6 Monate |
| Wiederholte TVT oder aktive Krebserkrankung | 12 Monate oder länger, teils dauerhaft |
| Erbliche Gerinnungsstörung | oft dauerhaft |
Kompressionstherapie
Du bekommst einen Kompressionsstrumpf (Klasse II) für das betroffene Bein, um die Vene zu entlasten und Schwellungen zu reduzieren. Trage ihn täglich tagsüber, mindestens sechs Monate lang — bei chronischen Beschwerden auch länger. Die Krankenkasse übernimmt die Kosten, wenn der Arzt den Strumpf verordnet hat.
Bewegung und Mobilisation
Anders als früher empfohlen, darfst du dich bei einer TVT sofort bewegen. Bettruhe ist nicht nötig, außer der Arzt ordnet sie ausdrücklich an. Im Gegenteil: Bewegung fördert den Blutfluss und löst kleine Gerinnsel auf. Die Krankenkasse bezuschusst gezielte Venengymnastik.
Thrombolyse (Auflösung des Gerinnsels)
In schweren Fällen (ausgedehnte Becken-Bein-Thrombose, Phlegmasia coerulea dolens) kann eine Thrombolyse das Gerinnsel medikamentös auflösen. Wegen des hohen Blutungsrisikos wird sie nur in spezialisierten Zentren eingesetzt.
Was zahlt die Krankenkasse?
Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt die vollständige Diagnostik und Therapie der TVT nach § 27 SGB V:
- Arztbesuche, D-Dimer-Test, Duplex-Sonographie
- Blutverdünner (Tabletten, mit Zuzahlung)
- Kompressionsstrümpfe (ärztliche Verordnung)
- Krankengymnastik und Venengymnastik
- Thrombolyse oder operative Eingriffe in Notfällen
- Nachsorge und Kontrolluntersuchungen
Zuzahlungen
Für Medikamente und Hilfsmittel zahlst du die gesetzliche Zuzahlung (10 Prozent, mindestens 5 Euro, maximal 10 Euro pro Packung). Kompressionsstrümpfe gibt es auf Rezept ohne Zuzahlung, wenn die Kasse einen Vertrag mit dem Sanitätshaus hat.
Wann ist eine Reha sinnvoll?
Eine stationäre Rehabilitation nach § 40 SGB V kann sinnvoll sein, wenn die TVT schwerwiegend war, Komplikationen aufgetreten sind oder das Post-Thrombotische Syndrom droht. In der Reha lernst du Übungen für deine Venen, bekommst Hilfsmittel und wirst beim Wiedereinstieg in den Alltag unterstützt.
Eine Reha dauert in der Regel drei Wochen. Bei ambulanten Reha-Konzepten kannst du zu Hause wohnen und nur die Therapie-Termine wahrnehmen.
Post-Thrombotisches Syndrom (PTS)
Nach einer TVT kann ein post-thrombotisches Syndrom auftreten. Dabei bleibt die Vene dauerhaft geschädigt. Typische Symptome sind:
- Chronische Schwellung des Beins
- Schweregefühl und Schmerzen beim Stehen
- Hautveränderungen (Verfärbung, Verhärtung)
- Im schlimmsten Fall: offene Beingeschwüre (Ulcus cruris)
Das Risiko für ein PTS liegt bei 20 bis 50 Prozent nach einer schweren TVT. Konsequente Kompressionstherapie und Bewegung senken das Risiko deutlich.
Schwerbehinderung nach TVT
Wenn die TVT dauerhafte Einschränkungen hinterlässt (z. B. PTS mit chronischen Schwellungen oder Beingeschwür), kann ein Antrag auf Schwerbehinderung sinnvoll sein.
| Schweregrad | GdB-Richtwert |
|---|---|
| Folgenlose Ausheilung | 0 |
| Leichte chronische Schwellung | 10–20 |
| Deutliches PTS mit Beschwerden | 30–50 |
| Schweres PTS mit Beingeschwür | 50–80 |
Mehr zur Schwerbehinderung findest du in unserem Schwester-Beitrag Schwerbehinderung nach Herzinfarkt.
Die GdB-Richtwerte folgen der Versorgungsmedizinverordnung (VersMedV), Anlage „Versorgungsmedizinische Grundsätze“.
Widerspruch und Sozialgerichtsverfahren
Es kann vorkommen, dass deine Krankenkasse eine beantragte Leistung ablehnt — etwa einen teureren Kompressionsstrumpf, eine bestimmte Reha-Klinik oder ein neues DOAK-Medikament.
Widerspruch einlegen
Lege innerhalb eines Monats nach Zugang des Ablehnungsbescheids schriftlich Widerspruch bei deiner Krankenkasse ein. Die Frist ist gewahrt, wenn der Brief am letzten Tag des Monats eingeht.
Sozialgerichtsverfahren
Wenn der Widerspruch zurückgewiesen wird, kannst du innerhalb eines Monats Klage vor dem Sozialgericht erheben. Das Verfahren ist kostenlos.
Quellen:
- § 27 SGB V – Krankenbehandlung (gesetze-im-internet.de)
- AWMF-Leitlinie Diagnostik und Therapie der Venenthrombose und Lungenembolie (leitlinien.de)
Vorbeugung: TVT im Alltag verhindern
Die beste Therapie ist Vorbeugung. Mit einfachen Verhaltensregeln kannst du dein Risiko deutlich senken.
Bewegung im Alltag
Steh alle 60 bis 90 Minuten auf, wenn du lange sitzt. Mach kurze Spaziergänge, Wadenübungen oder Kniebeugen. Auf Flugreisen: steh alle zwei Stunden auf, trage Kompressionsstrümpfe und trinke viel Wasser.
Gewicht und Ernährung
Normalgewicht entlastet die Venen. Eine ballaststoffreiche Ernährung mit viel Gemüse, Obst und Vollkorn fördert die Durchblutung.
Rauchstopp
Rauchen verdickt das Blut und schädigt die Gefäße. Der Verzicht auf Zigaretten senkt das TVT-Risiko deutlich.
Kompressionsstrümpfe bei Risiko
Wenn du zur Risikogruppe gehörst (lange Reisen, Schwangerschaft, OP), trage Kompressionsstrümpfe der Klasse I oder II. Frage deinen Arzt.
Medikamentöse Vorbeugung
Bei hohem Risiko (große OP’s, Bettlägerigkeit, Krebs) verschreiben Ärzte niedrig dosiertes Heparin als Spritze. Diese Thromboseprophylaxe gehört zum Standard im Krankenhaus.
Häufig gestellte Fragen zur tiefen Venenthrombose
Wie schnell muss eine TVT behandelt werden?
Sofort. Jede Stunde ohne Blutverdünnung erhöht das Risiko, dass das Gerinnsel wächst oder eine Lungenembolie auslöst. Bei Verdacht auf TVT geh noch am gleichen Tag zum Arzt oder in eine Notfallambulanz.
Wie lange muss ich Blutverdünner nehmen?
Mindestens drei Monate bei einmaligem Auslöser, sonst länger. Die Therapiedauer entscheidet dein Arzt anhand deines Risikoprofils.
Kann ich mit einer TVT fliegen?
Kurz nach der Diagnose solltest du nicht fliegen, weil das Risiko einer Lungenembolie erhöht ist. Sprich mit deinem Arzt über das passende Zeitfenster. Trage bei Flugreisen immer Kompressionsstrümpfe und steh regelmäßig auf.
Was ist der Unterschied zwischen TVT und oberflächlicher Venenentzündung?
Die TVT betrifft tiefe Venen unter den Muskeln und ist gefährlicher. Die oberflächliche Venenentzündung (Thrombophlebitis) betrifft Venen direkt unter der Haut und ist meist harmlos.
Muss ich Kompressionsstrümpfe ein Leben lang tragen?
Nicht zwingend, aber bei PTS-Symptomen oder chronischen Beschwerden ist das dauerhafte Tragen sinnvoll. Nach einer folgenlos ausgeheilten TVT reichen sechs bis zwölf Monate.
Wann darf ich nach einer TVT wieder Sport treiben?
Leichte Bewegung wie Spaziergänge sind ab Tag eins möglich. Mit Sport (Laufen, Schwimmen, Radfahren) startest du am besten nach zwei bis vier Wochen, sobald die Schwellung abgeklungen ist.
Bekomme ich nach einer TVT eine Thromboseneigung für den Rest meines Lebens?
Ein erhöhtes Risiko bleibt, besonders in Risikosituationen wie langen Reisen oder Operationen. Mit Vorbeugung und guter Aufklärung über Warnzeichen kannst du das Risiko aber gut managen.
Sozialrat unterstützt dich
Wenn du unsicher bist, ob dein Antrag auf eine TVT-Therapie richtig gestellt ist, oder wenn du einen ablehnenden Bescheid erhalten hast, kannst du dich an unsere Beratung wenden. Wir prüfen deinen Fall, erklären dir die nächsten Schritte und helfen dir, deine Rechte gegenüber der Krankenkasse durchzusetzen.
Hinweis: Dieser Beitrag dient der Information und ersetzt keine ärztliche oder rechtliche Beratung. Bei konkreten Gesundheitsfragen wende dich bitte an deine Ärztin oder deinen Arzt. Für eine rechtliche Bewertung deines Falls stehen unsere Beratungsstellen und zugelassene Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte bereit.
Autor: Salomo Swoboda · Datum: 21.06.2026 · Zuletzt geprüft: 21.06.2026 · Nächste Prüfung: 21.12.2026
Strukturierte Daten (Schema.org JSON-LD)
{
"@context": "https://schema.org",
"@graph": [
{
"@type": "Article",
"@id": "https://sozialrat.org/venenthrombose-tiefe-thrombose/#article",
"headline": "Tiefe Venenthrombose 2026: ICD-10 I80 + TVT",
"datePublished": "2026-06-21",
"dateModified": "2026-06-21",
"inLanguage": "de-DE",
"author": {
"@type": "Person",
"name": "Salomo Swoboda",
"url": "https://sozialrat.org/impressum/"
},
"publisher": {
"@type": "Organization",
"name": "sozialrat.org",
"url": "https://sozialrat.org/",
"logo": {
"@type": "ImageObject",
"url": "https://sozialrat.org/wp-content/uploads/sozialrat-logo.png"
}
},
"mainEntityOfPage": "https://sozialrat.org/venenthrombose-tiefe-thrombose/",
"description": "Tiefe Venenthrombose 2026: ICD-10 I80 + TVT + D-Dimer + Kompressionsstrumpf.",
"keywords": "Venenthrombose, TVT, ICD-10 I80, D-Dimer, Lungenembolie, Kompressionsstrumpf, DOAK, SGB V § 27",
"articleSection": "Herz-Kreislauf",
"wordCount": 2050,
"inLanguage": "de-DE"
},
{
"@type": "MedicalCondition",
"name": "Tiefe Venenthrombose",
"alternateName": "TVT, Phlebothrombose",
"code": {
"@type": "MedicalCode",
"codeValue": "I80",
"codingSystem": "ICD-10-GM"
},
"associatedAnatomy": {
"@type": "AnatomicalStructure",
"name": "Tiefe Beinvenen"
},
"possibleTreatment": [
"Direkte orale Antikoagulanzien (DOAK)",
"Kompressionstherapie",
"Mobilisation",
"Thrombolyse"
],
"signOrSymptom": [
"Beinschwellung",
"Wadenschmerz",
"Wärmegefühl",
"Rötung",
"Spannungsgefühl"
]
}
]
}
Quellen und weiterführende Informationen
- ICD-10-GM 2026 — Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), Diagnoseschlüssel I80.
- AWMF-Leitlinie 065/002 — Diagnostik und Therapie der Venenthrombose und Lungenembolie.
- ESC-Leitlinie 2022 Acute VTE — European Society of Cardiology, Management of acute venous thromboembolism.
- Versorgungsmedizin-Verordnung (VersMedV) — Anlage B, Teil IX: Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
- Sozialgesetzbuch (SGB) Fünftes Buch (V) — § 27 Krankenbehandlung, § 39 stationäre Rehabilitation.
- Sozialgesetzbuch (SGB) Zehntes Buch (X) — § 84 Widerspruchsfrist.
- Deutsche Gesellschaft für Angiologie — Patienteninformationen Thrombose.
⚖️ Hinweis zu Rechtsdienstleistung und Medizin: Dieser Beitrag informiert dich über die medizinischen und sozialrechtlichen Grundlagen der tiefen Venenthrombose. Er ersetzt weder die Diagnose durch eine Ärztin oder einen Arzt noch die individuelle Rechtsberatung. Bei konkreten Beschwerden wende dich bitte zeitnah an deine Hausarztpraxis, bei Verdacht auf Lungenembolie sofort an den Rettungsdienst (112).

Schreibe einen Kommentar