Zwangsstörung 2026: OCD erkennen, Expositions-Therapie und SSRI verstehen

Kurzdefinition: Die Zwangsstörung (OCD, ICD-10 F42) ist eine psychische Erkrankung mit wiederkehrenden Zwangsgedanken und -handlungen. Expositions-Therapie mit Reaktionsverhinderung und SSRI sind die Behandlungsmittel der ersten Wahl.

ICD-10 F42: Was ist Zwangsstörung?

Die Zwangsstörung (ICD-10 F42) ist gekennzeichnet durch Zwangsgedanken (Obsessionen) und Zwangs-handlungen (Kompulsionen). Etwa 2-3 % der Bevölkerung sind betroffen.

Formen: Wasch-, Kontroll-, Ordnungs-, Sammelzwang

Häufige Formen:

Expositions-Therapie mit Reaktionsverhinderung

Die Expositions-Therapie (ERP) ist die wirksamste psychotherapeutische Behandlung. Betroffene werden schrittweise mit angstauslösenden Situationen konfrontiert, ohne das Zwangsritual auszuführen.

SSRI: Medikamentöse Behandlung

SSRI wie Fluoxetin, Fluvoxamin, Sertralin oder Paroxetin sind die erste Wahl bei Zwangsstörung. Oft sind höhere Dosen als bei Depression nötig.

Häufige Fragen (FAQ)

Sind Zwänge immer schlimm?

Leichte Zwänge können normal sein. Behandlungsbedürftig wird es, wenn Zwänge mehr als 1 Stunde pro Tag dauern oder den Alltag stark einschränken.

Stand: 20.06.2026 — Keine Rechtsberatung.

Quellen: ICD-10 F42, DGPPN-Leitlinie Zwangsstörung, gesetze-im-internet.de/sgb_9/__152.html.

Autor: Salomo Swoboda · Verfasst am: 20.06.2026

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