Kurzdefinition: ADHS bei Erwachsenen (ICD-10 F90) ist eine neurobiologische Störung mit Aufmerksamkeits-, Impulsivitäts- und Hyperaktivitätssymptomen. Viele Betroffene erhalten die Diagnose erst im Erwachsenenalter. Methylphenidat und Coaching sind die wichtigsten Behandlungsbausteine.
ICD-10 F90: ADHS erkennen
Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS, ICD-10 F90) zeigt sich bei Erwachsenen oft als innere Unruhe, Vergesslichkeit, Organisationsprobleme und Impulsivität. Etwa 2-4 % der Erwachsenen sind betroffen.
Diagnostik beim Facharzt
Die Diagnose erfolgt durch einen Facharzt für Psychiatrie oder Psychotherapeuten mit ADHS-Erfahrung. Standardisierte Tests (WURS, DIVA) und eine Kindheits-Anamnese sind Pflicht.
Medikation: Methylphenidat und Alternativen
Methylphenidat (z.B. Ritalin, Medikinet, Concerta) ist das am häufigsten verschriebene Medikament. Alternativen sind Atomoxetin (nicht-stimulierend) und Lisdexamfetamin. Die Einstellung erfolgt durch den Facharzt.
Coaching und Psychotherapie
ADHS-Coaching hilft bei konkreten Alltagsproblemen (Organisation, Zeitmanagement, Beziehungen). Psychotherapie (VT, Coaching) ergänzt die medikamentöse Behandlung.
Häufige Fragen (FAQ)
Kann ADHS im Erwachsenenalter neu entstehen?
ADHS entsteht nicht neu, sondern wurde oft in der Kindheit nicht erkannt. Die Diagnose kann aber auch bei Erwachsenen gestellt werden, wenn Symptome rückwirkend nachweisbar sind.
Stand: 20.06.2026 — Keine Rechtsberatung.
Quellen: ICD-10 F90, gesetze-im-internet.de/sgb_9/__152.html (Schwerbehinderung), DGPPN-Leitlinie ADHS.
Autor: Salomo Swoboda · Verfasst am: 20.06.2026

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