MS-Diagnose 2026: Multiple Sklerose + McDonald-Kriterien

MS-Diagnose 2026: Multiple Sklerose + McDonald-Kriterien

📌 Auf einen Blick

Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems. Die Diagnose stützt sich heute auf die international anerkannten McDonald-Kriterien (Revision 2017). Im Kern werden zwei Bausteine kombiniert: klinische Schübe und bildgebende Befunde im MRT (Magnetresonanztomographie). Eine Lumbalpunktion (Liquorpunktion) liefert ergänzend Hinweise auf eine autochthone Immunglobulin-Synthese im Nervenwasser. Die ICD-10-Kodierung lautet G35 – sie ist die Grundlage für jeden Arztbrief und jede Leistungsabrechnung gegenüber Krankenkasse und Rentenversicherung.


🩺 Warum eine MS-Diagnose so komplex ist

MS zeigt sich nicht durch einen einzelnen Testwert, sondern durch ein Muster aus Beschwerden, bildgebenden Läsionen und Laborbefunden. Viele Symptome – Sehstörungen, Taubheitsgefühle, Muskelschwäche, Fatigue – kommen auch bei anderen neurologischen Erkrankungen vor. Deshalb hat die Forschung diagnostische Kriterien entwickelt, die sicherstellen, dass eine MS-Diagnose nur dann gestellt wird, wenn die Befunde räumlich (disseminiert) und zeitlich (zeitlich disseminiert) auf mindestens zwei voneinander getrennte Schübe hinweisen.

Merksatz: „Zwei Orte, zwei Zeiten“ – räumliche + zeitliche Dissemination.


🏷️ ICD-10 G35: Was die Kodierung bedeutet

Die Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten (ICD-10) ordnet MS unter dem Kürzel G35 ein. Dieser Code erscheint:

  • auf jeder Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU-Bescheinigung),
  • in jedem Arztbrief des Neurologen,
  • in jeder Krankenhaus-Entlass-Diagnose,
  • bei der Krankenkasse als Begründung für Leistungen nach § 27 SGB V (Behandlung),
  • beim Versorgungsamt als Anknüpfungspunkt für eine Schwerbehinderung nach § 152 SGB IX (Definition Schwerbehinderung, GdB ≥ 50; für Merkzeichen vgl. VersMedV).

Gut zu wissen: G35 ist eine Resteklasse. Unter G35 wird sowohl die schubförmige (relapsing-remitting) als auch die sekundär und primär progrediente Verlaufsform verschlüsselt. Eine genauere Differenzierung (z. B. MS mit überwiegend sensorischen Symptomen) nimmt der Arzt im Klartext des Arztbriefs vor.


📋 Die McDonald-Kriterien (Rev. 2017) im Überblick

Die McDonald-Kriterien sind das wichtigste diagnostische Werkzeug. Sie wurden 2001 erstmals veröffentlicht und zuletzt 2017 überarbeitet. Das Ziel: Eine MS-Diagnose soll früh gestellt werden können – oft schon nach dem ersten klinischen Schub, wenn das MRT typische Läsionen zeigt.

Baustein Bedeutung Wichtigster Nachweis
———- ———– ———————-
Klinischer Schub Neurologische Symptome ≥ 24 h, ohne Fieber/Infekt Anamnese + neurologische Untersuchung
Räumliche Dissemination Läsionen in ≥ 2 von 4 ZNS-Regionen MRT (periventrikulär, kortikal/juxtakortikal, infratentoriell, spinal)
Zeitliche Dissemination Läsionen zu ≥ 2 unterschiedlichen Zeitpunkten MRT-Verlauf nach ≥ 30 Tagen oder gleichzeitige Kontrastmittel-aufnehmende + nicht-aufnehmende Läsionen
Liquorbefund Oligoklonale Banden im Nervenwasser Lumbalpunktion

Hinweis: Bei einem typischen klinisch isolierten Syndrom (CIS) plus MRT-Befunden kann die Diagnose MS bereits gestellt werden, ohne dass ein zweiter klinischer Schub abgewartet wird.

Was ist eigentlich ein „Schub“?

Ein Schub (englisch: relapse) ist definiert als neu auftretende oder sich verschlimmernde neurologische Symptome, die mindestens 24 Stunden anhalten und nicht durch Fieber, Infektion oder andere stressbedingte Ursachen (z. B. Hitzeexposition) erklärt werden können. Zwischen zwei Schüben muss mindestens 30 Tage ohne Symptomverschlechterung liegen, damit sie als getrennte Schübe zählen.

Beispiel: Eine Sehnerventzündung (Optikusneuritis) mit Verschwommensehen über drei Tage, gefolgt von einer halbseitigen Taubheit vier Wochen später, gilt als zwei separate Schübe.

Warum die Kriterien 2017 überarbeitet wurden

Die Revision 2017 hat zwei wichtige Veränderungen gebracht:

  1. Oligoklonale Banden im Liquor können einen MRT-Befund ersetzen, um die Diagnose MS bei CIS zu ermöglichen.
  2. Symptomatische Läsionen (z. B. eine spinale Läsion, die aktuelle Beschwerden verursacht) zählen für die räumliche Dissemination.

Diese Lockerungen sollen verhindern, dass Patientinnen und Patienten unnötig lang auf eine eindeutige Diagnose warten – und damit den Beginn einer wirksamen Therapie verzögern.


🧲 MRT (Magnetresonanztomographie) – das Herzstück der Diagnose

Was wird untersucht?

Das kraniale MRT (Gehirn) und das spinale MRT (Rückenmark) sind die bildgebenden Standardverfahren. Kontrastmittel (Gadolinium) zeigt dabei aktive Läsionen (frische Entzündungsherde) gegenüber älteren, nicht-aufnehmenden Läsionen.

Welche MRT-Sequenzen werden gemacht?

Eine vollständige MS-MRT umfasst mehrere Sequenzen:

  • FLAIR (Fluid Attenuated Inversion Recovery) – besonders empfindlich für periventrikuläre Läsionen.
  • T2-gewichtet – Standard-Sequenz, zeigt sowohl alte als auch neue Läsionen als helle Herde.
  • T1-gewichtet – zeigt schwarze „Löcher“ (sogenannte black holes), die auf bleibende Gewebeschäden hinweisen.
  • T1 mit Kontrastmittel – aktive Läsionen reichern Gadolinium an und leuchten hell.
  • DWI (Diffusion Weighted Imaging) – hilft, frische Schlaganfälle von MS-Läsionen zu unterscheiden.

Eine vollständige MRT-Untersuchung dauert 20 bis 45 Minuten. Während der Untersuchung liegst du in einer engen Röhre – bei Platzangst gibt es die Möglichkeit eines Beruhigungsmittels oder einer Untersuchung im offenen MRT.

Befunde, die auf MS hinweisen

  • Periventrikuläre Läsionen (direkt an den Hirnkammern)
  • Juxtakortikale / kortikale Läsionen (in der Nähe oder in der Hirnrinde)
  • Infratentorielle Läsionen (im Hirnstamm oder Kleinhirn)
  • Spinale Läsionen (Rückenmark, typischerweise < 2 Wirbelkörperhöhen, queroval)

Zeitliche Dissemination im MRT

Entweder:

  1. Gleichzeitiger Nachweis von Gadolinium-aufnehmenden und nicht-aufnehmenden Läsionen (zeigt, dass es Schübe zu unterschiedlichen Zeitpunkten gab), oder
  2. Verlaufs-MRT nach mindestens 30 Tagen mit einer neuen Läsion.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Ja. Die MRT-Untersuchung bei Verdacht auf MS fällt unter die Behandlung kranker Menschen gemäß § 27 SGB V. Die Verordnung erfolgt durch den Neurologen oder den Hausarzt mit Überweisung. Eine separate Genehmigung der Krankenkasse ist nicht erforderlich.


💉 Lumbalpunktion (Liquorpunktion) – wann sie nötig ist

Wozu dient die Liquorpunktion?

Bei der Lumbalpunktion wird mit einer feinen Nadel Nervenwasser (Liquor cerebrospinalis) aus dem Wirbelkanal im Bereich der Lendenwirbelsäule entnommen. Das Labor untersucht:

  • Oligoklonale Banden (OKB) – Zeichen einer chronischen Entzündung im ZNS
  • Zellzahl, Eiweiß, Glukose – Ausschluss anderer Ursachen (z. B. Infektionen)
  • Albumin-Quotient / IgG-Index – Beurteilung der Blut-Liquor-Schranke

Wann ist die Liquorpunktion Pflicht?

Die Liquorpunktion ist nicht in jedem Fall zwingend. Bei eindeutigem klinischem Befund + typischen MRT-Läsionen (sowohl räumlich als auch zeitlich disseminiert) kann die MS-Diagnose auch ohne Liquorbefund gestellt werden. In unklaren Fällen – etwa bei einem ersten Schub ohne erfüllte MRT-Kriterien – stützt der positive OKB-Nachweis die Diagnose.

Was du zur Liquorpunktion wissen solltest

  • Dauer: ca. 15–30 Minuten.
  • Schmerz: durch die lokale Betäubung gering; ein kurzes Druckgefühl ist normal.
  • Nachsorge: 24 Stunden flach auf dem Rücken liegen, viel trinken – das senkt das Risiko des typischen postpunktionellen Kopfschmerzes.
  • Komplikationen: selten. Wichtigste Komplikation ist der postpunktionelle Kopfschmerz, der mit einer zweiten Blut-Patch-Operation (epiduraler Blut-Patch) behandelt werden kann.

🔍 Differentialdiagnosen – was noch ausgeschlossen werden muss

MS ist eine Ausschlussdiagnose. Bevor dein Neurologe die Diagnose MS stellt, prüft er andere Ursachen für ähnliche Beschwerden:

  • Neuromyelitis-optica-Spektrum-Erkrankungen (NMOSD) – Antikörper gegen Aquaporin-4 (AQP4-IgG)
  • MOG-Antikörper-assoziierte Erkrankung (MOGAD)
  • Akute disseminierte Enzephalomyelitis (ADEM) – häufiger bei Kindern
  • Borreliose / Neuroborreliose – infektiöse Ursache
  • Sarkoidose – systemische Entzündungserkrankung
  • Vaskulitis des ZNS
  • Vitamin-B12-Mangel

Wichtig: Lass diese Differentialdiagnostik nicht überspringen. Eine Fehldiagnose MS hat weitreichende Folgen – angefangen bei unnötigen Immuntherapien bis hin zu falschen sozialrechtlichen Leistungsanträgen.

Warum die Differentialdiagnostik so wichtig ist

Viele der oben genannten Erkrankungen haben ähnliche Symptome wie MS, benötigen aber eine völlig andere Behandlung. Die NMOSD etwa spricht schlecht auf viele MS-Standardtherapien an, lässt sich aber mit Eculizumab, Ravulizumab oder Satralizumab oft gut kontrollieren. Eine MOGAD wiederum wird typischerweise mit Kortison-Stoßtherapie und Plasmapherese behandelt.

Auch das SAPHO-Syndrom, der systemische Lupus erythematodes mit ZNS-Beteiligung und bestimmte erbliche Leukodystrophien können MRT-Bilder erzeugen, die auf den ersten Blick wie MS wirken. Dein Neurologe wird daher bei Verdacht weitere Bluttests, gelegentlich auch eine genetische Untersuchung veranlassen.

Die Rolle der Antikörper-Diagnostik

Seit etwa 2010 hat sich die Antikörper-Diagnostik als fester Bestandteil der MS-Abklärung etabliert:

  • AQP4-IgG (Anti-Aquaporin-4) – positiv bei NMOSD
  • MOG-IgG (Anti-Myelin-Oligodendrozyten-Glykoprotein) – positiv bei MOGAD

Beide Tests werden aus dem Blutserum bestimmt. Ein negatives Ergebnis schließt eine NMOSD oder MOGAD allerdings nicht sicher aus – die Tests werden bei begründetem Verdarf wiederholt.


📑 Was passiert nach der Diagnose?

Ärztlich

  • Aufklärung über Verlaufsformen (RRMS, SPMS, PPMS)
  • Einleitung einer immunmodulatorischen Therapie (frühzeitiger Beginn verlangsamt die Behinderungsprogression – siehe Beitrag „MS Therapie Medikamente“)
  • Regelmäßige Verlaufs-MRT (meist jährlich)
  • Bei Schüben: Kortison-Stoßtherapie (siehe Beitrag „MS Symptome Schübe“)

Sozialrechtlich

  • Schwerbehinderung nach § 152 SGB IX (Definition Schwerbehinderung, GdB ≥ 50; für Merkzeichen vgl. VersMedV) – der Grad der Behinderung (GdB) wird vom Versorgungsamt festgestellt.
  • Pflegegrad nach § 14 SGB XI – möglich bei bleibenden Einschränkungen.
  • Krankschreibung / Erwerbsminderungsrente – möglich, wenn die Erwerbsfähigkeit eingeschränkt ist.

Leitfaden: Bei erstmaliger Diagnose solltest du zeitnah mit einer Sozialberatung sprechen. Der Sozialrat Deutschland e. V. unterstützt dich beim Ausfüllen der Anträge und beim Widerspruch gegen ablehnende Bescheide.

Leben mit der Diagnose

Eine MS-Diagnose ist erstmal ein Schock – das ist völlig normal. Viele Betroffene durchlaufen in den ersten Monaten eine Trauerphase, die der Krankheitsverarbeitung bei anderen chronischen Erkrankungen ähnelt. Es hilft, sich drei Dinge bewusst zu machen:

  1. MS ist heute gut behandelbar. Die modernen Immuntherapien (z. B. Ocrelizumab, Ofatumumab, Natalizumab, Cladribin) verlangsamen das Fortschreiten bei den meisten Betroffenen deutlich.
  2. MS ist nicht gleichbedeutend mit schwerer Behinderung. Etwa zwei Drittel der Menschen mit MS sind 20 Jahre nach Diagnose noch gehfähig – das ist eine deutlich bessere Prognose als noch vor 20 Jahren.
  3. Selbsthilfegruppen (z. B. die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft, DMSG) bieten Erfahrungsaustausch und Unterstützung – sowohl vor Ort als auch online.

Praktische Schritte nach der Diagnose

  • Termin beim Neurologen für die Therapieeinleitung (in der Regel innerhalb von 2–4 Wochen).
  • Hausarzt informieren, damit Befunde zusammenlaufen.
  • Schwerbehindertenausweis beantragen beim Versorgungsamt – die MS-Diagnose reicht in der Regel für einen GdB von mindestens 50.
  • Krankschreibung mit dem Arbeitgeber besprechen, wenn du gerade einen Schub hattest.
  • Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht aktualisieren – gerade wenn du allein lebst.

Wichtig: Eine MS-Diagnose ist heute kein Todesurteil. Mit der richtigen Therapie, einem bewussten Lebensstil und guter sozialer Unterstützung führen die meisten Betroffenen ein weitgehend normales Leben.


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❓ Häufige Fragen (FAQ)

Wie lange dauert es, bis die Diagnose MS feststeht?

Von den ersten Symptomen bis zur gesicherten Diagnose vergehen im Durchschnitt 2–3 Jahre. Bei einem klaren klinischen Schub plus typischen MRT-Befunden kann die Diagnose aber auch innerhalb weniger Wochen gestellt werden.

Kann MS auch ohne Lumbalpunktion diagnostiziert werden?

Ja. Wenn klinischer Befund und MRT die McDonald-Kriterien vollständig erfüllen, ist die Liquorpunktion entbehrlich. Sie bleibt aber ein wichtiges Instrument bei unklarem Befund.

Ist eine MS-Diagnose ohne Neurologen möglich?

Nein. Die Diagnose MS darf ausschließlich ein Facharzt für Neurologie stellen. Hausärzte können lediglich den Verdacht äußern und an einen Neurologen überweisen.

Was bedeutet der ICD-10-Code G35 genau?

G35 kodiert Multiple Sklerose ohne nähere Bezeichnung. Die genaue Verlaufsform (schubförmig, sekundär progredient, primär progredient) wird zusätzlich im Klartext dokumentiert.

Wird die MS-Diagnose automatisch dem Arbeitgeber mitgeteilt?

Nein. Ärzte unterliegen der Schweigepflicht. Du entscheidest selbst, ob und wann du den Arbeitgeber informierst. Eine Schwerbehinderung wird dem Arbeitgeber erst durch das Integrationsamt oder die Agentur für Arbeit bekannt, sofern du zustimmst.

Kann man mit MS noch arbeiten?

Ja – viele Menschen mit MS arbeiten über Jahre hinweg in ihrem Beruf. Wichtig sind:

  • Anpassung des Arbeitsplatzes (z. B. ergonomische Hilfsmittel nach § 33 SGB V)
  • Wiedereingliederung nach längerer Krankschreibung (Hamburger Modell)
  • Bei Bedarf Erwerbsminderungsrente nach § 43 SGB VI

📞 Beratung & Hilfe

Du hast eine MS-Diagnose erhalten oder vermutest MS? Du musst diesen Weg nicht allein gehen. Der Sozialrat Deutschland e. V. hilft dir,

  • den Schwerbehindertenantrag korrekt zu formulieren,
  • einen Pflegegrad-Antrag zu stellen,
  • einen Widerspruch gegen ablehnende Bescheide des Jobcenters oder der Krankenkasse einzulegen,
  • deine Ansprüche auf Reha nach § 40 SGB V durchzusetzen.

Dieser Beitrag dient der Information und ersetzt keine individuelle ärztliche oder rechtliche Beratung.


Quellen & weiterführende Informationen:

  • ICD-10-GM 2026: G35 Multiple Sklerose – DIMDI / BfArM
  • McDonald-Kriterien (Revision 2017) – Thompson et al., Lancet Neurology
  • Leitlinie der DGN (Deutsche Gesellschaft für Neurologie): Diagnose und Therapie der Multiplen Sklerose
  • § 27 SGB V – Krankenbehandlung
  • § 152 SGB IX (Definition Schwerbehinderung, GdB ≥ 50; für Merkzeichen vgl. VersMedV) – Behinderung, Grad der Behinderung
  • § 14 SGB XI – Pflegebedürftigkeit
  • § 33 SGB V – Hilfsmittel

Stand: 10.07.2026. Widerspruch einlegen — Frist: 1 Monat ab Zugang des Bescheids (§ 84 SGG).

Rechtsdienstleistungsgesetz (RDG) – Volltext-Pflichtverweis:

  • § 1 Abs. 1 RDG (Anwendungsbereich): Rechtsdienstleistungen sind besondere Dienstleistungen, die eine juristische Prüfung des Einzelfalls erfordern.
  • § 3 RDG (Definition): Rechtsdienstleistung ist jede Tätigkeit in konkreten fremden Angelegenheiten, sobald sie eine rechtliche Prüfung des Einzelfalls erfordert.
  • § 5 RDG (Erlaubnistatbestände): Rechtsdienstleistungen dürfen nur von registrierten Erlaubnisinhabern erbracht werden (z. B. Rechtsanw<e;, Rentenberater, Steuerberater).
  • § 6 RDG (Vereinzelte Hilfeleistungen, Inkasso): Auch unentgeltliche oder vereinzelte Rechtsdienstleistungen unterliegen dem RDG – wir informieren, beraten aber nicht im Sinne des RDG.

Sozialrat Deutschland e. V. erbringt keine Rechtsdienstleistung i. S. d. RDG. Für eine verbindliche rechtliche Prüfung Ihres Einzelfalls wenden Sie sich an eine zugelassene Beratungsstelle (Pflegestützpunkt, VdK, Sozialverband Deutschland, Anwaltskanzlei mit Sozialrecht-Schwerpunkt).

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