Herz-Kreislauf-Risikofaktoren 2026: Prävention + § 20 SGB V

Herz-Kreislauf-Risikofaktoren 2026: Prävention + § 20 SGB V

Autor: Salomo Swoboda · Stand: 21.06.2026 · Zuletzt geprüft: 21.06.2026


📌 Auf einen Blick (Featured Snippet): Herz-Kreislauf-Risikofaktoren sind messbare, beeinflussbare und nicht beeinflussbare Merkmale, die das Auftreten von koronarer Herzkrankheit, Herzinfarkt, Schlaganfall und Herzschwäche wahrscheinlicher machen. Zu den beeinflussbaren Hauptfaktoren zählen Bluthochdruck, erhöhte Blutfette, Diabetes, Rauchen, Übergewicht, Bewegungsmangel, Stress und ungesunde Ernährung. Gesetzlich Versicherte haben nach § 20 SGB V Anspruch auf Kostenübernahme für zertifizierte Präventions- und Gesundheitsförderungsangebote ihrer Krankenkasse (Primärprävention). Wer seinen Risikoprofil kennt, kann mit Lebensstiländerungen und ärztlich begleiteten Maßnahmen sein 10-Jahres-Risiko für ein schweres kardiovaskuläres Ereignis spürbar senken.


Inhaltsverzeichnis

  • Was sind Herz-Kreislauf-Risikofaktoren?
  • Die 8 wichtigsten beeinflussbaren Risikofaktoren
  • Nicht beeinflussbare Risikofaktoren
  • Risiko messen: SCORE2 und Check-up 35
  • § 20 SGB V: Präventionsleistungen der Krankenkasse
  • § 27 SGB V: Krankenbehandlung bei Erkrankung
  • Bewegung als wirksamste Einzelmaßnahme
  • Ernährung: Mediterran, DASH, Salzreduktion
  • Rauchen aufhören
  • Stress, Schlaf, Psyche
  • Vorsorge: Check-up 35
  • Antrag bei der Krankenkasse
  • FAQ
  • Nächste Schritte

Was sind Herz-Kreislauf-Risikofaktoren?

Herz-Kreislauf-Risikofaktoren (kardiovaskuläre Risikofaktoren) sind Eigenschaften, Gewohnheiten oder Laborwerte, die das Auftreten einer Herz-Kreislauf-Erkrankung wahrscheinlicher machen — vor allem koronare Herzkrankheit (KHK), Herzinfarkt, Schlaganfall und Herzinsuffizienz. Man unterscheidet beeinflussbare Faktoren (z. B. Bluthochdruck, Rauchen, Cholesterin) von nicht beeinflussbaren (Alter, Geschlecht, familiäre Vorbelastung).

Die internationale Klassifikation ICD-10-GM 2026 (German Modification) kodiert Herz-Kreislauf-Erkrankungen im Kapitel IX (I00–I99). Die wichtigsten Risiko-Folge-Codes:

  • I10–I15 — Hypertonie
  • I20–I25 — Ischämische Herzkrankheiten (I21 Herzinfarkt, I25 chronische KHK)
  • I60–I69 — Zerebrovaskuläre Krankheiten (I63 Schlaganfall)
  • I50 — Herzinsuffizienz
  • E78 — Störungen des Lipoproteinstoffwechsels

🔗 Verwandt: Bluthochdruck (I10) ist der häufigste einzelne Risikofaktor in Deutschland


Die 8 wichtigsten beeinflussbaren Risikofaktoren

Laut Deutschem Herzbericht 2024 und WHO Global Atlas sind die folgenden acht Faktoren für die Mehrzahl der vorzeitigen Herz-Kreislauf-Todesfälle verantwortlich.

1. Bluthochdruck (ICD-10 I10)

Bluthochdruck ist der wichtigste einzelne Risikofaktor. Werte ab 140/90 mmHg gelten nach den Leitlinien der European Society of Cardiology (ESC) und der Deutschen Hochdruckliga (DHL) als Hypertonie. Etwa jeder dritte Erwachsene in Deutschland ist betroffen — viele ohne es zu wissen.

🔗 Ausführlich: Symptome und Therapie: Bluthochdruck Ratgeber

2. Erhöhte Blutfette (ICD-10 E78)

Erhöhtes LDL-Cholesterin fördert die Atherosklerose (Arterienverkalkung). ESC-Zielwerte 2021: LDL < 116 mg/dl für die Allgemeinbevölkerung, < 55 mg/dl für Hochrisiko-Patient:innen (z. B. nach Herzinfarkt).

3. Rauchen (ICD-10 F17)

Rauchen verdoppelt das Herzinfarkt-Risiko und verfünffacht das Risiko für eine periphere arterielle Verschlusskrankheit. Ein Jahr nach dem Rauchstop sinkt das Risiko um die Hälfte.

4. Diabetes mellitus (ICD-10 E10–E14)

Diabetiker:innen haben ein 2- bis 4-fach erhöhtes Herz-Kreislauf-Risiko. Besonders der Typ-2-Diabetes ist eng mit Übergewicht und Bewegungsmangel verknüpft.

5. Übergewicht und Adipositas (ICD-10 E66)

BMI ab 30 kg/m² gilt als Adipositas. Vor allem Bauchfett (Taillenumfang > 88 cm Frauen, > 102 cm Männer) ist ein eigenständiger Risikofaktor. Eine Gewichtsreduktion von 5–10 % verbessert Blutdruck, Blutzucker und Blutfette messbar.

6. Bewegungsmangel (ICD-10 Z72.3)

Weniger als 150 Minuten moderate Bewegung pro Woche (WHO-Empfehlung) treibt Bluthochdruck, Diabetes und Übergewicht.

7. Ungesunde Ernährung

Zu viel Salz (Empfehlung max. 6 g/Tag), gesättigte Fettsäuren, Zucker, zu wenig Gemüse, Obst, Vollkorn, Hülsenfrüchte, Nüsse.

8. Psychosoziale Faktoren

Dauerstress, chronische Schlafstörungen und Depression sind als eigenständige Risikofaktoren anerkannt. Diese Faktoren wirken über die Stresshormon-Achse auf Blutdruck, Blutzucker und Entzündungswerte — und verringern gleichzeitig deine Therapietreue bei bestehenden Erkrankungen. Wer dauerhaft schlecht schläft, isst häufig auch ungesünder, bewegt sich weniger und greift öfter zur Zigarette oder zum Alkohol. Achte deshalb auf Warnzeichen wie anhaltende Erschöpfung, Reizbarkeit oder Interessenverlust und sprich deine Hausärztin oder deinen Hausarzt frühzeitig darauf an.


Nicht beeinflussbare Risikofaktoren

Alter

Das Risiko steigt mit dem Alter. Männer ab 45 Jahren, Frauen ab 55 Jahren (nach den Wechseljahren) sind statistisch verstärkt betroffen.

Geschlecht

Männer erkranken in jüngeren Jahren häufiger an KHK. Frauen sind nach den Wechseljahren zunehmend betroffen — bei Diabetes haben sie ein besonders hohes relatives Risiko.

Genetische Vorbelastung

Wenn ein Verwandter 1. Grades vor dem 55. Lj. (Männer) bzw. vor dem 65. Lj. (Frauen) einen Herzinfarkt oder Schlaganfall erlitten hat, ist dein Risiko 1,5- bis 2-fach erhöht.

🔗 Verwandt: Herzinfarkt-Anzeichen und Erste Hilfe: Herzinfarkt Erste-Hilfe-Guide


So misst du dein Risiko: SCORE2 und Check-up 35

Risiko-Scores

Ärzt:innen nutzen validierte Rechner für dein 10-Jahres-Risiko (Herzinfarkt, Schlaganfall, kardiovaskulärer Tod):

  • SCORE2 / SCORE2-OP (ESC 2021) — 40- bis 89-Jährige in Europa
  • PROCAM-Score — klassisch deutsch
  • Framingham Risk Score — historisch US

Eingaben: Alter, Geschlecht, Blutdruck, Gesamtcholesterin, HDL, Raucher-Status. Das Ergebnis klassifiziert in niedriges, mittleres, hohes und sehr hohes Risiko.

Check-up 35 — die gesetzliche Vorsorge

Versicherte ab 18 Jahren haben in Deutschland alle drei Jahre Anspruch auf den Check-up 35 (früher „Gesundheits-Check-up“) nach den Gesundheitsuntersuchungs-Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA). Ab 35 Jahren gehört der Check-up zum Pflichtleistungskatalog.

Inhalt: Anamnese, körperliche Untersuchung, Blutdruck, Labor (Cholesterin, Glukose), Urin, Beratung.


§ 20 SGB V: Präventionsleistungen der Krankenkasse

§ 20 SGB V — Verbatim aus gesetze-im-internet.de (Stand 21.06.2026):

„(1) Die Krankenkasse sieht in der Satzung Leistungen zur Verhinderung und Verminderung von Krankheitsrisiken (primäre Prävention) sowie zur Förderung des selbstbestimmten gesundheitsorientierten Handelns der Versicherten (Gesundheitsförderung) vor. Die Leistungen sollen insbesondere zur Verminderung sozial bedingter sowie geschlechtsbezogener Ungleichheit von Gesundheitschancen beitragen und kind- und jugendspezifische Belange berücksichtigen. (2) Der Spitzenverband Bund der Krankenkassen legt unter Einbeziehung unabhängigen Sachverstandes einheitliche Handlungsfelder und Kriterien für die Leistungen nach Absatz 1 fest […]. (3) Bei der Aufgabenwahrnehmung berücksichtigt der Spitzenverband Bund der Krankenkassen auch die folgenden Gesundheitsziele: 1. Diabetes mellitus Typ 2: Erkrankungsrisiko senken, 2. Brustkrebs: Mortalität vermindern, 3. Tabakkonsum reduzieren, 4. gesund aufwachsen.“

Quelle: https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__20.html

Was heißt das konkret?

§ 20 SGB V ist die Rechtsgrundlage für die Primärprävention. Er verpflichtet deine Krankenkasse, zertifizierte Präventions- und Gesundheitsförderungsangebote zu finanzieren. Die konkreten Inhalte legt der GKV-Spitzenverband im Leitfaden Prävention fest.

Handlungsfelder (Leitfaden Prävention 2025/2026)

  1. Bewegungsgewohnheiten (z. B. Herz-Kreislauf-Kurse, Rückenschule, Aquafitness)
  2. Ernährung (z. B. Kochkurse, Ernährungsberatung)
  3. Stressmanagement und Entspannung (z. B. Progressive Muskelrelaxation, Yoga, Qigong)
  4. Suchtmittelkonsum (z. B. Raucherentwöhnung)

Bonusprogramme der Krankenkassen

Zusätzlich zu den zertifizierten Kursen belohnen viele Kassen gesundheitsbewusstes Verhalten mit Bonusprogrammen. Typische Bausteine: Sportverein-Mitgliedschaft, Fitnessstudio-Vertrag, Vorsorge-Untersuchungen, Nichtraucher-Status, gesunder BMI oder die Teilnahme an Betriebssport. Je nach Kasse bekommst du zwischen 60 und 600 Euro jährlich — entweder als Geldprämie, als Zuschuss zu einer Zusatzleistung oder als Punkte-Sammel-System. Erkundige dich direkt bei deiner Kasse, ob und wie du am Bonusprogramm teilnehmen kannst. Für Bürgergeld-Bezieher:innen sind Bonus-Auszahlungen in der Regel anrechnungsfrei, solange sie als zweckgebundene Gesundheitsförderung gezahlt werden.

Förderbeträge

  • Bis zu 100 % der Kosten für zwei zertifizierte Kurse pro Jahr
  • Bonusprogramme vieler Kassen: bis zu 600 Euro jährlich für nachgewiesene Präventions-Aktivitäten
  • Ärztliche Empfehlung ist bei vielen Kassen nicht mehr nötig

§ 27 SGB V: Krankenbehandlung bei manifester Erkrankung

§ 27 SGB V Abs. 1 Satz 1 — Verbatim aus gesetze-im-internet.de (Stand 21.06.2026):

„Versicherte haben Anspruch auf Krankenbehandlung, wenn sie notwendig ist, um eine Krankheit zu erkennen, zu heilen, ihre Verschlimmerung zu verhüten oder Krankheitsbeschwerden zu lindern. Die Krankenbehandlung umfaßt 1. ärztliche Behandlung einschließlich Psychotherapie als ärztliche und psychotherapeutische Behandlung, 2. zahnärztliche Behandlung, 2a. Versorgung mit Zahnersatz einschließlich Zahnkronen und Suprakonstruktionen, 3. Versorgung mit Arznei-, Verband-, Heil- und Hilfsmitteln sowie mit digitalen Gesundheitsanwendungen, 4. häusliche Krankenpflege, außerklinische Intensivpflege und Haushaltshilfe, 5. Krankenhausbehandlung, 6. Leistungen zur medizinischen Rehabilitation und ergänzende Leistungen.“

Quelle: https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__27.html

Abgrenzung

  • § 20 SGB V = Prävention (noch keine Erkrankung, Risiko senken)
  • § 27 SGB V = Behandlung (bereits erkrankt)
  • § 40 SGB V = Medizinische Rehabilitation
  • § 33 SGB V = Hilfsmittel (z. B. Blutdruckmessgerät auf Rezept)

Als Sozialleistungs-Bezieher:in kannst du Zuzahlungen auf Antrag von der Krankenkasse befreien lassen (§ 62 SGB V), wenn du 2 % (chronisch Kranke: 1 %) deines Bruttoeinkommens erreichst.


Bewegung als wirksamste Einzelmaßnahme

WHO-Empfehlung (2020)

  • 150–300 Minuten moderate Ausdaueraktivität pro Woche (Gehen, Radfahren, Schwimmen) ODER
  • 75–150 Minuten intensive Aktivität (Joggen, Fußball)
  • An 2+ Tagen Krafttraining
  • Sitzzeiten reduzieren

Bei Vorerkrankungen

  • Bluthochdruck: Ausdauersport senkt systolisch 5–8 mmHg — wie ein Medikament
  • Diabetes Typ 2: Bewegung verbessert Insulinempfindlichkeit
  • KHK / nach Herzinfarkt: Herzgruppe (Reha-Sport) ist Kassenleistung nach §§ 20, 44 SGB IX

Ernährung: Mediterran, DASH, Salzreduktion

Mediterran

Die PREDIMED-Studie zeigte: Mediterrane Kost mit Olivenöl und Nüssen senkt das Herz-Kreislauf-Risiko um 30 %. Kernpunkte: viel Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte, Nüsse, Vollkorn, Olivenöl, Fisch; wenig rotes Fleisch.

DASH

Die DASH-Diät senkt den systolischen Blutdruck um 8–14 mmHg — vergleichbar mit einem Medikament.

Salz

WHO-Empfehlung: maximal 5 g Salz pro Tag. In Deutschland essen Männer ~10 g, Frauen ~8,4 g. Praktische Tipps: Selbst kochen, Fertigprodukte meiden, Kräuter statt Salz.


Rauchen aufhören

Warum jeder Tag zählt

  • 20 Min nach der letzten Zigarette: Blutdruck sinkt
  • 12 Std: CO-Spiegel im Blut normalisiert
  • 1 Jahr: Herz-Kreislauf-Risiko halbiert
  • 15 Jahre: Fast auf Nichtraucher-Niveau

Methoden

  • Verhaltenstherapie (wirksamste Einzelmaßnahme)
  • Nikotinersatz (Pflaster, Kaugummi) — rezeptfrei
  • Medikamente (Vareniclin, Bupropion) — ärztliche Verordnung

Nach § 20 SGB V erstatten Kassen zertifizierte Raucherentwöhnungs-Programme zu 100 %.


Stress, Schlaf, Psyche

  • Chronischer Stress erhöht Kortisol, Blutdruck, Blutzucker. Die INTERHEART-Studie (Lancet 2004) identifizierte psychosozialen Stress als drittwichtigsten modifizierbaren Risikofaktor.
  • Weniger als 6 Stunden Schlaf erhöht das Herz-Kreislauf-Risiko um 48 % (European Heart Journal 2011). Empfohlen: 7–9 Stunden.
  • Depression ist ein eigenständiger Risikofaktor. Psychotherapie nach § 27 SGB V ist Kassenleistung.

Vorsorge: Check-up 35

Der Check-up 35 ist Pflichtleistung der gesetzlichen Krankenkassen nach den G-BA-Gesundheitsuntersuchungs-Richtlinien. 18–34 Jahre: einmalig; ab 35: alle 3 Jahre. Inhalt: Anamnese, körperliche Untersuchung, Blutdruck, Labor, Urin, Beratung. Dauer: 30–60 Min. Kostenfrei.


Antrag bei der Krankenkasse

Schritt 1: Beratung

Viele Kassen bieten eine kostenlose Präventionsberatung am Telefon oder online.

Schritt 2: Kurs auswählen

Suche im Zentralregister Prävention nach § 20-zertifizierten Kursen. Achte auf das GKV-Qualitätssiegel.

Schritt 3: Teilnahme und Abrechnung

Originale Teilnahmebestätigung aufheben, bezahlen, Erstattung per App oder Post beantragen.

Bei Ablehnung: Widerspruch

Frist 1 Monat ab Zugang des Bescheids (§ 84 SGG). Verweise auf § 20 SGB V und die Satzung deiner Kasse.


Häufige Fragen (FAQ)

Ab wellem Alter Risiko prüfen?

Check-up 35: ab 18 Jahren einmalig, ab 35 alle 3 Jahre. Bei familiärer Vorbelastung empfiehlt die Deutsche Herzstiftung eine erste Risikoeinschätzung ab 30 Jahren.

Übernimmt die Krankenkasse den Check?

Ja — Check-up 35 ist Pflichtleistung und kostenlos.

Wie viele Präventionskurse pro Jahr?

Nach dem Leitfaden Prävention bis zu zwei zertifizierte Kurse pro Kalenderjahr — Kosten meist vollständig erstattet bei ≥ 80 % Teilnahme.

Unterschied § 20 vs. § 27 SGB V?

§ 20 = Primärprävention (Vorsorge). § 27 = Krankenbehandlung bei Erkrankung.

Kann ich als Bürgergeld-Bezieher Präventionskurse nutzen?

Ja — § 20 SGB V ist eine Sachleistung der Krankenkasse, unabhängig vom Bürgergeld-Bezug.

Woran erkenne ich seriöse Kurse?

Am GKV-Qualitätssiegel Prävention oder Hinweis „§ 20 SGB V zertifiziert„. Liste im Zentralregister Prävention.

Brauche ich eine ärztliche Verordnung?

Nein — die meisten § 20-Kurse buchst du direkt.

Wie schnell wirken Lebensstil-Änderungen?

  • Blutdruck: innerhalb von Wochen
  • Cholesterin: 6–12 Wochen
  • Rauchen: Halbierung nach 1 Jahr, Normalisierung nach 15 Jahren

Präventionsleistungen als Rentner?

Ja, § 20 SGB V gilt altersunabhängig. Viele Kassen bieten spezielle Senioren-Kurse (Sturzprophylaxe, Herzsport).


Nächste Schritte

  1. Check-up 35 vereinbaren — bei deinem Hausarzt / deiner Hausärztin (kostenlos, 30–60 Min).
  2. SCORE2 gemeinsam mit der Ärztin / dem Arzt berechnen.
  3. Einen § 20-Kurs buchen — in deiner Nähe, im Handlungsfeld, das du verbessern willst.

Disclaimer: Dieser Beitrag informiert über medizinische und sozialrechtliche Sachverhalte. Er ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei akuten Beschwerden (Brustschmerz, Atemnot) wähle 112.

Quellen: Deutscher Herzbericht 2024 (Deutsche Herzstiftung) · Leitfaden Prävention GKV-Spitzenverband 2025/2026 · ICD-10-GM 2026 (BfArM) · gesetze-im-internet.de (§ 20/27 SGB V, Stand 21.06.2026) · ESC Guidelines 2021 · WHO 2020.

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