Somatoforme Schmerzstörung 2026: Psychosomatik verstehen und behandeln

Somatoforme Schmerzstörung 2026

Kurzdefinition: Die somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) ist eine psychische Erkrankung mit chronischen Schmerzen, die nicht oder nicht ausreichend durch organische Ursachen erklärbar sind. Psychosomatische Therapie ist der Schlüssel.

ICD-10 F45.4: Was ist somatoforme Schmerzstörung?

Die somatoforme Schmerzstörung gehört nach ICD-10 F45.4 zu den somatoformen Störungen. Die Betroffenen leiden unter echten Schmerzen, ohne dass eine ausreichende organische Ursache gefunden wird.

Unterschied zu „Einbildung“

Die Schmerzen sind real und nicht eingebildet. Die Ursache liegt in der komplexen Wechselwirkung von Körper, Psyche und Nervensystem. Die Aussage „Sie haben nichts“ ist falsch und schädlich.

Psychosomatische Therapie

Die Behandlung umfasst Psychotherapie (VT, psychodynamisch), Schmerztherapie und körperliche Aktivierung. Eine rein medikamentöse Schmerztherapie ohne Psychotherapie ist selten ausreichend.

Selbsthilfe und Akzeptanz

Selbsthilfegruppen und Achtsamkeit (MBSR) können die Lebensqualität verbessern. Ziel ist nicht Schmerzfreiheit, sondern besserer Umgang mit dem Schmerz.

Häufige Fragen (FAQ)

Ziehen somatoforme Schmerzstörungen eine EM-Rente nach sich?

Möglich, wenn die Erwerbsfähigkeit langfristig und erheblich eingeschränkt ist (§ 43 SGB VI). Die Begutachtung erfordert eine umfassende Dokumentation.

Stand: 20.06.2026 — Keine Rechtsberatung.

Quellen: ICD-10 F45.4, gesetze-im-internet.de/sgb_6/__43.html, DGPM-Leitlinie somatoforme Schmerzstörung.

Autor: Salomo Swoboda · Verfasst am: 20.06.2026

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