KHK 2026: ICD-10 I25 + Koronare Herzkrankheit

KHK 2026: ICD-10 I25 + Koronare Herzkrankheit

Wenn du gerade die Diagnose „KHK“ bekommen hast oder einen Befund mit dem Code I25 in der Hand hältst, ist die erste Frage fast immer: Was bedeutet das für mich – medizinisch, beruflich und finanziell? In diesem Beitrag findest du die Antworten verständlich aufbereitet: von ICD-10-Code über typische Symptome und Standardtherapien (Stent, Bypass, Medikamente) bis zu deinen Rechten auf Behandlung, Rehabilitation und Schwerbehinderung.

Was ist die koronare Herzkrankheit (KHK)?

Die koronare Herzkrankheit – kurz KHK – bezeichnet eine dauerhafte Verengung der Herzkranzgefäße (Koronararterien). Diese Gefäße umschließen den Herzmuskel wie einen Kranz und versorgen ihn mit Sauerstoff und Nährstoffen. Lagern sich dort Fette, Kalk und Bindegewebe ab (Arteriosklerose), wird der Blutfluss zunehmend schlechter.

In der internationalen Krankheitsklassifikation ICD-10-GM (German Modification) trägt die KHK den Code I25 – genauer „I25.1–I25.9″ je nach Unterform. Die wichtigsten Untergruppen sind:

  • I25.0 – Atherosklerotische Herz-Kreislauf-Krankheit, so beschrieben
  • I25.1 – Atherosklerotische Herzkrankheit
  • I25.11 – Ein-Gefäß-Erkrankung
  • I25.12 – Zwei-Gefäß-Erkrankung
  • I25.13 – Drei-Gefäß-Erkrankung
  • I25.14 – Stenose des linken Hauptstamms
  • I25.15 – Mit stenosierten Bypass-Gefäßen
  • I25.16 – Mit stenosierten Stents
  • I25.19 – Nicht näher bezeichnet
  • I25.8 – Sonstige Formen (z. B. stumme Ischämie)
  • I25.9 – Chronische ischämische Herzkrankheit, nicht näher bezeichnet

Der ICD-10-Code steht auf jeder ärztlichen Diagnose, jedem Entlassungsbericht und jedem Befund der Krankenkasse. Er ist nicht nur eine ärztliche Etikett – er bestimmt auch, welche Leistungen deine Krankenkasse übernimmt und welche Begutachtungen folgen.

Typische Symptome der KHK

Die KHK entwickelt sich meist über Jahre und bleibt lange stumm. Die häufigsten Warnzeichen sind:

  • Druck- oder Engegefühl hinter dem Brustbein (Angina pectoris), oft ausgelöst durch Belastung oder Kälte
  • Ausstrahlung in linken Arm, Hals, Kiefer oder Oberbauch
  • Atemnot (Dyspnoe) bei Belastung, in fortgeschrittenen Stadien auch in Ruhe
  • Leistungsabfall, schnelle Ermüdbarkeit, Schwindel
  • Rhythmusstörungen (Herzstolpern, unregelmäßiger Puls)

🚨 Notfall: Wenn der Brustschmerz länger als 5 Minuten anhält, in Ruhe auftritt oder sich mit Übelkeit, Schweißausbruch und Todesangst verbindet, kann ein Herzinfarkt vorliegen. Ruf sofort den Notruf 112. Wie du erste Anzeichen richtig deutest und was du tun kannst, bis der Rettungsdienst eintrifft, liest du in unserem Schwester-Beitrag Herzinfarkt 2026: Anzeichen + Erste Hilfe + Notfall 112.

Diagnose: So stellt die Kardiologie die KHK fest

Die wichtigsten Untersuchungen zur Sicherung der Diagnose sind:

  • EKG in Ruhe – Basisuntersuchung, oft unauffällig bei stabiler KHK
  • Belastungs-EKG (Ergometrie) – zeigt Ischämie unter Belastung
  • Echokardiographie (Herzultraschall) – beurteilt Pumpfunktion und Wandbewegung
  • Labor – Blutfette (LDL, HDL), Blutzucker, Troponin (bei Verdacht auf Infarkt)
  • Koronarangiographie (Herzkatheter) – Goldstandard, zeigt Verengungen direkt

Die Koronarangiographie ist gleichzeitig Diagnostik und mögliche Therapie: Wird eine relevante Stenose gefunden, kann der Kardiologe in derselben Sitzung einen Ballonkatheter einsetzen und einen Stent implantieren – ein kleines Metallgeflecht, das das Gefäß offen hält.

Stent, Bypass oder Medikamente? Die Therapie-Optionen

Welche Therapie bei dir sinnvoll ist, hängt von Anzahl, Lage und Schwere der Verengungen, deiner Pumpfunktion und deinen Begleiterkrankungen ab. Die Entscheidung trifft das Heart-Team – Kardiologe, Herzchirurg und Hausarzt – gemeinsam mit dir.

1. Medikamentöse Therapie

Nahezu jede KHK wird mit Medikamenten behandelt, oft ergänzend zu Stent oder Bypass. Die großen Gruppen sind:

  • Thrombozytenhemmer (z. B. Acetylsalicylsäure / ASS, Clopidogrel) – beugen Blutgerinnseln vor
  • Statine – senken LDL-Cholesterin und stabilisieren die Gefäßwand
  • Betablocker – senken Herzfrequenz und Sauerstoffbedarf
  • ACE-Hemmer / Sartane – entlasten das Herz
  • Calciumantagonisten – erweitern die Herzkranzgefäße

Wichtig: Welche Medikamente in welcher Dosis für dich passen, entscheidet allein dein behandelnder Arzt. Pauschale Empfehlungen aus dem Internet können – gerade bei KHK – gefährlich sein. Sprich mit deinem Kardiologen, wenn du Nebenwirkungen bemerkst.

2. Perkutane Koronarintervention (PCI) mit Stent

Bei einer PCI schiebt der Kardiologe über die Leiste oder das Handgelenk einen Katheter bis zur verengten Stelle, dehnt das Gefäß mit einem Ballon und setzt anschließend einen Stent ein. Es gibt unbeschichtete (bare-metal) und medikamentenbeschichtete (drug-eluting) Stents. Nach der Stent-Implantation ist eine duale Thrombozytenhemmung (DAPT) über mehrere Monate Standard – danach meist dauerhaft ASS.

3. Bypass-Operation (ACB)

Wenn mehrere Gefäße betroffen sind, der linke Hauptstamm verengt ist oder ein Stent nicht sinnvoll erscheint, empfiehlt das Heart-Team eine Bypass-Operation (Aorto-Koronare-Bypass, ACB). Der Herzchirurg überbrückt die Engstellen mit körpereigenen Gefäßen (z. B. Brustwandarterie oder Beinvene). Wie eine solche OP abläuft, welche Reha du danach bekommst und welche Sozialleistungen greifen, liest du ausführlich in unserem Schwester-Beitrag KHK + Bypass 2026: ACB + Reha nach § 39 SGB V.

4. Reha nach Stent oder Bypass

Eine Anschlussheilbehandlung (AHB) nach § 40 SGB V gehört nach Herzinfarkt, Stent oder Bypass zum Standard. Sie beginnt meist innerhalb von 14 Tagen nach der Entlassung aus dem Akutkrankenhaus und dauert in der Regel drei Wochen. Die Kosten übernimmt die Rentenversicherung (DRV) oder – wenn du noch keine 18 Beitragsmonate hast – die Krankenkasse.

Behandlungskosten: Was zahlt die Krankenkasse?

Die Behandlung der KHK ist eine Regel-Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung nach § 27 SGB V. Das bedeutet konkret:

  • Diagnostik (EKG, Koronarangiographie)
  • Stationäre und ambulante Behandlung
  • Stent-Implantation und Bypass-Operation
  • Notwendige Medikamente (gegen Zuzahlung, bis zur Belastungsgrenze von 2 % / 1 % des Bruttoeinkommens)
  • Anschlussheilbehandlung nach § 40 SGB V und Krankenhausbehandlung nach § 39 SGB V
  • Herzgruppen und Nachsorgeprogramme

Zuzahlungen, die du selbst leistest (Praxisgebühr-Nachfolger: 10 € pro Krankenhaustag, 5–10 € pro Rezept), kannst du bei Überschreiten deiner Belastungsgrenze von der Krankenkasse erstattet bekommen – die Härtefallregelung nach § 62 SGB V.

Schwerbehinderung: GdB und Merkzeichen bei KHK

Viele Menschen mit KHK fragen sich, ob sie einen Grad der Behinderung (GdB) beantragen können. Die Antwort lautet: ja, das ist möglich. Die Grundlage ist § 152 Absatz 1 SGB IX in Verbindung mit den Versorgungsmedizinischen Grundsätzen (Anlage zu § 2 Versorgungsmedizin-Verordnung).

Welcher GdB ist realistisch?

  • GdB 0-10 (keine wesentliche Leistungsbeeinträchtigung) bei asymptomatischer KHK, stabiler Angina pectoris CCS I-II oder nach erfolgreicher Revaskularisation ohne Insuffizienzzeichen (ICD-10 I25.10-I25.11) – Stufe 1, Quelle: VersMedV Anlage Teil B Nr. 9.1.1 Gruppe 1
  • GdB 20-40 bei Leistungsbeeinträchtigung unter mittelschwerer Belastung (75 Watt Ergometer) – Stufe 2, Quelle: VersMedV Anlage Teil B Nr. 9.1.1 Gruppe 2
  • GdB 50 (Schwerbehinderung) bei KHK mit deutlicher Belastungseinschränkung, z. B. nach Herzinfarkt, mit Stent oder nach Bypass
  • GdB 50-70 bei Herzinsuffizienz NYHA II-III (siehe Herzinsuffizienz 2026: ICD-10 I50 + Symptome) – Stufe 3, Quelle: VersMedV Anlage Teil B Nr. 9.1.1 Gruppe 3
  • GdB 80 bei gelegentlichen schweren Dekompensationserscheinungen – Stufe 3 mit Dekompensation, Quelle: VersMedV Anlage Teil B Nr. 9.1.1 Gruppe 3
  • GdB 90-100 bei schwerer Herzinsuffizienz NYHA IV mit Ruhebeschwerden (Ruheinsuffizienz, z. B. fixierte pulmonale Hypertonie) – Stufe 4, Quelle: VersMedV Anlage Teil B Nr. 9.1.1 Gruppe 4

Quelle: Versorgungsmedizin-Verordnung (VersMedV), Anlage Teil B Nr. 9.1.1 „Einschränkung der Herzleistung“, abrufbar unter https://www.gesetze-im-internet.de/versmedv/anlage.html.

Welche Merkzeichen gibt es?

  • G (erhebliche Gehbehinderung) – wenn du unter Belastung rasch erschöpfst
  • B (Begleitperson im öffentlichen Nahverkehr) – ab GdB 70 mit Merkzeichen G, bei schwerer KHK mit zusätzlicher Mobilitätseinschränkung (z. B. pAVK)
  • H (Hilflosigkeit) – nur in sehr schweren Fällen, etwa bei Bettlägerigkeit
  • RF (Rundfunkbeitragsbefreiung) – ab GdB 80 mit Merkzeichen G (bei zusätzlicher Mobilitätseinschränkung)

Tipp: Stelle den Antrag beim zuständigen Versorgungsamt (oder online über „Mein-Eingliederungshilfe-Portal“ je nach Bundesland). Füge alle ärztlichen Befunde, den Koronarangiographie-Bericht und das Reha-Entlassungsprotokoll bei. Wird der Antrag abgelehnt, hast du innerhalb eines Monats Widerspruchsrecht – wie du dabei am besten vorgehst, liest du in unserem Schwester-Beitrag Widerspruch gegen Sozialbescheide 2026.

Arbeit und Beruf: Wiedereingliederung, Rente, Erwerbsminderung

Viele Menschen mit KHK wollen oder müssen beruflich kürzer treten. Dafür gibt es mehrere Wege:

  • Stufenweise Wiedereingliederung (Hamburger Modell) nach § 74 SGB V – du arbeitest über mehrere Wochen mit reduzierten Stunden und steigerst langsam.
  • Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (LTA) nach § 49 SGB IX – etwa Umschulung, Kraftfahrzeughilfe, Hilfsmittel am Arbeitsplatz.
  • Erwerbsminderungsrente nach § 43 SGB VI – wenn du weniger als 3 Stunden pro Tag arbeiten kannst.
  • Schwerbehinderteneigenschaft ab GdB 50 – bringt Kündigungsschutz, 5 Tage Zusatzurlaub und Hilfen durch die Integrationsämter.

Wenn du bereits eine Erwerbsminderungsrente oder eine Reha beantragt hast und der Bescheid dich enttäuscht, hast du in der Regel einen Monat Zeit für Widerspruch. Wie du Fristen, Aktenzeichen und Begründungen sauber aufbereitest, liest du in Widerspruch Erwerbsminderungsrente 2026.

Risikofaktoren senken – was du selbst tun kannst

Die KHK ist zu einem großen Teil eine Lebensstil-Erkrankung. Die fünf größten Hebel, die du selbst in der Hand hast:

  • Nichtrauchen – der wichtigste Einzelfaktor. Rauchstopp-Programme übernimmt die Krankenkasse nach § 20 SGB V.
  • Bewegung – 150 Minuten moderate Bewegung pro Woche, dazu 2× Krafttraining
  • Mittelmeer-Kost – viel Gemüse, Olivenöl, Nüsse, Fisch; wenig rotes Fleisch und Zucker
  • Stress reduzieren – chronischer Stress erhöht Kortisol und Blutdruck
  • Blutdruck, Blutzucker und Blutfette konsequent einstellen

Wenn du zur Risikogruppe gehörst – etwa wegen Bluthochdruck (siehe Bluthochdruck 2026: ICD-10 I10 + Therapie), Diabetes oder familiärer Vorbelastung – sprich mit deinem Hausarzt über eine strukturierte Prävention nach § 20 SGB V. Die Krankenkassen bieten dazu zertifizierte Kurse (Herzgruppen, Ernährungsberatung, Rauchstopp) kostenfrei oder stark vergünstigt an.

Notfall-Plan: So bist du vorbereitet

Halte für den Notfall immer bereit:

  • Eine Notfall-Karte mit ICD-10-Code (I25.x), aktueller Medikation und Kontaktdaten des Hausarztes im Portemonnaie
  • Deine Nitrospray– oder Notfalltablette, falls ärztlich verordnet, griffbereit
  • Eine Telefonnummer 112 – auch auf dem Festnetz, falls das Handy leer ist
  • Eine Person des Vertrauens, die im Notfall informiert wird

Bei einem Herzinfarkt zählt jede Minute: Je schneller die Herzkranzgefäße wiedereröffnet werden (Stent innerhalb von 90 Minuten, „Door-to-Balloon-Time“), desto weniger Herzmuskel stirbt ab. Ruf also nicht erst den Hausarzt an, sondern direkt den Rettungsdienst.

Häufig gestellte Fragen zur koronaren Herzkrankheit

Wie wird KHK diagnostiziert?

Die KHK wird durch eine Kombination aus Anamnese, Ruhe- und Belastungs-EKG, Herzultraschall und einer Koronarangiographie (Herzkatheter) diagnostiziert. Die Koronarangiographie ist der Goldstandard und zeigt Verengungen der Herzkranzgefäße direkt. Der ICD-10-Code lautet I25 (mit Untergruppen I25.0 bis I25.9).

Wird ein Stent ambulant eingesetzt?

In den meisten Fällen wird ein Stent stationär implantiert – entweder geplant oder im Rahmen einer Notfall-Behandlung beim Herzinfarkt. Der Eingriff dauert 30 bis 90 Minuten, danach bleibt man meist 1–3 Tage zur Beobachtung im Krankenhaus. Eine Anschlussheilbehandlung (AHB) nach § 40 SGB V folgt in der Regel innerhalb von 14 Tagen.

Welche Medikamente brauche ich nach einem Stent?

Nach einer Stent-Implantation erhältst du für mehrere Monate eine duale Thrombozytenhemmung (ASS plus Clopidogrel oder Ticagrelor), danach meist dauerhaft ASS. Zusätzlich verschreibt der Kardiologe in der Regel ein Statin und je nach Befund Betablocker oder ACE-Hemmer. Die genaue Medikation legt dein Arzt fest – pauschale Empfehlungen aus dem Internet sind nicht sinnvoll.

Wie lange bin ich nach einer Bypass-OP arbeitsunfähig?

Eine Bypass-OP ist ein großer Eingriff mit Brustkorberöffnung. Die Arbeitsunfähigkeit beträgt in der Regel 8 bis 12 Wochen, je nach Beruf und Heilungsverlauf. Eine anschließende Rehabilitation (AHB) von drei Wochen gehört zum Standard und kann die Rückkehr in den Beruf deutlich erleichtern.

Kann ich mit KHK noch Sport treiben?

Ja – und du solltest sogar. Regelmäßige Bewegung ist ein zentraler Bestandteil der KHK-Therapie. Nach einer Reha empfiehlt die Deutsche Herzstiftung eine Herzgruppe – das sind ärztlich betreute Sportgruppen für Herzpatienten, die die Krankenkasse nach § 64 Abs. 1 Nr. 3 SGB IX (Rehabilitationssport) bezuschusst. Wie du eine Herzgruppe in deiner Nähe findest, sagt dir dein Hausarzt oder die Reha-Klinik.

Wann bekomme ich bei KHK einen Schwerbehindertenausweis?

Ab einem GdB von 50 giltst du als schwerbehindert nach § 152 Absatz 1 SGB IX. Bei stabiler KHK mit Beschwerden unter Belastung wird häufig ein GdB von 50 anerkannt. Du beantragst den Ausweis beim zuständigen Versorgungsamt. Füge alle Befunde, den Koronarangiographie-Bericht und das Reha-Entlassungsprotokoll bei. Bei Ablehnung hast du einen Monat Widerspruchsfrist.

Was ist der Unterschied zwischen KHK und Herzinfarkt?

Die KHK ist die Grunderkrankung – die chronische Verengung der Herzkranzgefäße. Ein Herzinfarkt ist die akute Folge, wenn ein Gefäß komplett verschließt und Herzmuskelgewebe abstirbt. Nicht jeder Mensch mit KHK erlebt einen Herzinfarkt, aber jeder Herzinfarkt geht auf eine KHK zurück. Die Vorbeugung konzentriert sich daher auf die Behandlung der KHK selbst.

Nächste Schritte: Was du jetzt tun kannst

Wenn bei dir gerade eine KHK diagnostiziert wurde, geh am besten in dieser Reihenfolge vor:

  1. Befunde sichern: Hole dir eine Kopie des Koronarangiographie-Berichts und aller Arztbriefe – du brauchst sie für Reha-Antrag, GdB-Antrag und ggf. Erwerbsminderungsrente.
  2. Reha beantragen: Eine AHB nach Stent, Bypass oder Herzinfarkt ist dein Recht nach § 39 SGB V – der Sozialdienst der Klinik unterstützt dich beim Antrag.
  3. GdB-Antrag stellen: Beim Versorgungsamt deines Bezirks, mit allen Befunden im Anhang. Bei Ablehnung: Widerspruch innerhalb eines Monats.
  4. Lebensstil anpassen: Rauchstopp, Bewegung, Ernährung – Kurse nach § 20 SGB V zahlt die Krankenkasse.
  5. Notfallplan besprechen: Nitrospray griffbereit, Notfall-Karte im Portemonnaie, Angehörige informieren.

Du bist nicht allein: Die Deutsche Herzstiftung, die Herzstiftung-Vereine vor Ort und die Selbsthilfegruppen der Volkssolidarität bieten kostenfreie Beratung. Auf sozialrat.org findest du eine aktuelle Übersicht unter Erkrankungen Herz-Kreislauf 2026.


Hinweis nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz (RDG): Dieser Beitrag informiert über medizinische und sozialrechtliche Zusammenhänge rund um die koronare Herzkrankheit. Er ersetzt weder die individuelle Diagnose durch einen Arzt noch eine Rechtsberatung im Einzelfall. Wenn du unsicher bist, ob dir eine bestimmte Sozialleistung zusteht, oder wenn dein Antrag abgelehnt wurde, wende dich an eine zugelassene Beratungsstelle, einen Sozialverband (VdK, Sozialverband Deutschland) oder eine Rechtsanwaltskanzlei mit Schwerpunkt Sozialrecht.

Autor: Salomo Swoboda · Stand: 21.06.2026 · Nächste Prüfung: 21.12.2026

Quellen und weiterführende Informationen:

Interne Links auf sozialrat.org:

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